Wie entwickelt sich der Verkehr?

Die S34 wäre wichtig, weil damit die B20 zu entlastet wird.

Es wird sicher einen Umlenkungseffekt geben, und auf der B20 werden durch St. Georgen weniger Autos fahren. Die Siedlungsgebiete in St. Georgen liegen aber an den westlichen und östlichen Rändern. Menschen sind ja extra dort hin gezogen, haben sich Häuser an den Rändern gebaut und diese werden nun belastet.

Eine Umlenkung des Verkehrs, damit andere Regionen belastet werden, lehnen wir ab. Viel besser wäre es, Alternativen zu bieten, die weniger Verkehr auf der B20 UND der ganzen Region - inkl. St. Pölten - zur Folge hat.

 

Der Verkehr auf der B20 sei in den letzten Jahren gestiegen...

Das ist nicht richtig! Es mag wohl der subjektiven Wahrnehmung entsprechen, in den letzten 12 Jahren haben sich die Verkehrszahlen auf der B20 aber nicht wesentlich verändert.

 

Die vielen LKWs würden die Anrainer an der B20 belasten, die sollen auf die S34...

Zitat aus dem Gutachten TU Wien:

„Da die bestehende B20 auch in Zukunft für den LKW-Verkehr nicht gesperrt werden kann, weil sich entlang der B20 im zu entlastenden Abschnitt wichtige Betriebe befinden, wird es aufgrund der LKW-Maut auf ASFINAG-Strecken zu keiner Entlastung vom LKW-Verkehr auf der Bestandsstrecke kommen können“.

Dazu kommt noch, dass die S34 dann westlich von St. Georgen verläuft, der Lärm wird seitens der Planung bis auf 45dB ausgelegt, der Lärm wird dann von zwei Seiten die Siedlungen in St. Georgen belasten.

 

Die B20 hätte extrem viele LKW, wir brauchen eine S34...

Das ist nicht richtig! Die B20 hat sogar einen verhältnismäßig geringen LKW Anteil von ca. 5% des Verkehrsaufkommens. Gründe dafür sind die vorhandene ÖBB Strecke und die Initiative der Gemeinden im oberen Traisental mit einer privaten Gesellschaft den Güterverkehr auf der Schiene abzuwickeln.

 

St. Georgen würde einfach eine Umfahrung brauchen...

OK, dann soll es aber auch tatsächlich eine Umfahrung werden, die etwa der Dimension der heutigen B20 entspricht: zweispurig, für die Benützung für die lokale Bevölkerung zugelassen (z.B. mit begleitendem Radweg, Ausweichbuchten für Traktoren,...) und mit Auf- und Abfahrten für BEIDE Fahrtrichtungen... Eine vierspurige Autobahn mit Betonmittelwand, Untertunnelung des Flugfeldes, Absperrungen links und rechts, mautpflichtig,... ist überdimensioniert, nicht notwendig und verursacht unnötig großen Schaden an Umwelt, Natur uns Mensch.

 

Man würde schneller mit dem Auto nach Wien pendeln können...

Von Süden kommend wird man zunächst (Phase1) weiterhin durch St. Georgen durchfahren müssen, erst über die Spange Wörth kann man nach Westen auf die S34 auffahren, und dann den Umweg (durch die Variante West verursacht) auf die Autobahn A1 auffahren. Bis zum Anschluss St. Pölten Süd wird es durchgehend eine 100 km/h Beschränkung geben. Wahrscheinlich werden die Wien-Pendler auf der B20 bleiben und die kürzere und schnellere Strecke auf der B20 nehmen.

Ist die Phase2 realisiert und man kann ab 2030 die S34 südlich von St. Georgen benutzten, wird man zunächst durch ein neu entstehendes Betriebsgebiet durchfahren müssen. Die ASFINAG rechnet durch dieses Betriebsgebiet mit einer Verkehrszunahme von 32%. Es ist nicht damit zu rechen, dass man schneller auf der A1 ist, stattdessen wird man mautpflichtig einen Umweg und längere Strecken fahren müssen.

 

Es würde ein Entlastung von St. Pölten stattfinden...

Nicht richtig! Stadtteile, die heute gar nicht von der B20 betroffen sind, werden von dem sogenannt induzierten Verkehr - also der Verkehrszunahme die durch den Bau der S34 erfolgt - mehr belastet. In Wagram, Viehofen, Eisberg,... wird der Verkehr durch den Bau der S34 zunehmen. Ein Entlastung der ganzen Region kann nur mit Maßnahmen erfolgen, die weniger Autoverkehr zum Ziel haben.